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Früh am Morgen betrat der kelpianische Diener Michael Burnams Quartier, um sie zu wecken. Er sah sich irritiert im Raum um; das Bett war unbenutzt, das Geschirr stand ordentlich gestapelt auf dem Esstisch, aber von der Kommandantin und Captain Lorca fehlte jede Spur. Als er sich dem Esstisch näherte, bemerkte er einen dunkelroten Fleck auf dem hellen Teppich. Zuerst hielt er ihn für verschüttete Soße, doch bei näherer Betrachtung, kamen ihm Zweifel daran. Er bückte sich, um den Teppich zu berühren, da bemerkte er Michael Burnams Rangabzeichen auf dem Boden unter dem Tisch. Er hob es auf. Dann ging er zur bordinternen Sprechanlage.

„Sicherheitschef Commander Mitchell, kommen sie bitte umgehend in das Quartier des Captains.“

Kaiserin Philippa frühstückte gerade in ihrem privaten Esszimmer, als das externe Kommunikationssystem den Eingang einer dringenden Nachricht meldete. „Computer, schalte das Gespräch in diesem Raum.“ Sofort erschien das Hologramm des Ersten Offiziers der Shenzou.

Er salutierte. „Kaiserin Georgiou, ich fürchte, ich bringe schlechte Nachrichten bezüglich Captain Burnam.“ Er senkte den Blick. „Ihr Blut wurde in ihrem Quartier gefunden, von ihr selbst jedoch fehlt jede Spur, daher gibt es Grund zu der Annahme, dass sie ermordet wurde. Captain Lorca war die letzte Person, die bei ihr in ihrem Quartier war. Er ist ebenfalls unauffindbar. Sicherheitschef Commander Mitchell leitet die Ermittlungen.“

Seine Worte trafen Philippa wie ein Schlag. Für eine Moment war sie sprachlos, doch dann packte sie ihr Wasserglas und schleuderte es mit einem zornigen Aufschrei in Richtung des Hologramms. Es flog durch die Projektion hindurch und zerschellte an der gegenüberliegenden Wand. „Bringt mir Lorca, diesen Verräter und Mörder!!!! Zerstört sein Schiff und lasst seine Crew für seine Taten büßen!!!“

„Ja, Kaiserin, zu Befehl.“ Der Offizier nickte und beendete die Verbindung.

Noch immer brodelte Zorn in ihr, doch langsam mischte sich Trauer und Verzweiflung hinzu. „Michael…“ Ihre geliebte Tochter war unwiederbringlich verloren. Wie konnte er ihr das Antun, zuerst hatte er sie gegen sie aufgehetzt, dann sie ihr endgültig genommen. Sicher tat er es, um sie zu bestrafen, weil sie eine Ehe verweigerte, die ihn zum offiziellen Kaiser gemacht hätte. Nun versuchte er sich durch den Putsch sein angebliches Recht auf Macht mit Gewalt zu nehmen. Michael war nur das unschuldige Opfer.

Dafür würde sie ihn hinrichten lassen, als ob Hochverrat nicht bereits genügt hätte, um sein Schicksal zu besiegeln.
Wie konnte sie sich nur vom Charme dieses Bastards blenden lassen? Er hatte sie die ganze Zeit nur benutzt, um in eine einflussreiche Position zu gelangen.

to be continued ...