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Einfach nur Wir

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Ich hab mir die Hand verletzt. Die ganze Geschichte verheilt gut, juckt aber wie Hölle. Ich nehme den Verband ab. Ja, das war’s eigentlich. Sogar der größte Quacksalber könnte sehen, dass ich keinen mehr brauche. Höchstens noch, um nicht mit dem Schorf irgendwo hängenzubleiben. Also gut. Aber davor will ich mich noch vorsichtig –

Ich merke, wie du neben mich trittst, lasse mich aber nicht stören. Du hattest auch schon so manche Macke, ich überrasche dich mit nichts.

Aber kaum setze ich zum Kratzen an, ziehst du meine Hand zu dir heran.
„Finger weg.“

Du machst kurzen Prozess und verbindest meine Wunde neu. Dann reibst du eine Weile darüber, nimmst auch deine Fingernägel zu Hilfe, aber ganz leicht nur. Schon besser … Mit der anderen Hand hältst du mich fest. Sie fühlt sich warm an.

„So. Das ist vorläufig das höchste der Gefühle“, sagst du schließlich und lässt mich los.

Ich lächle.
„Glaub ich dir nicht.“

Und dann berühre ich dich. Reibe nun dich, ganz woanders, und lasse meine Hand dort. Und fühle, wie du mir antwortest. Da braucht keiner von uns eine Heilungszeit.