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Einfach nur Wir

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Als ich wieder erwache, bin ich erstmal baff. Die Sonne ist nicht abgetaucht, noch lange nicht. Aber sie steht weit tiefer, als erwartet. Noch immer ist es sehr warm.

Wir wollten nur unseren Pferden eine Pause gönnen und auch einen Schluck trinken. Wir hatten uns hingesetzt, uns nur kurz hingestreckt … Dann mussten wir eingeschlafen sein. Aus Versehen, und doch wie miteinander abgemacht, ganz ohne Worte. So, wie wir früher am Tag gleichzeitig abgestiegen waren, als wir bei O’Reilly ankamen. Oder als die Reihenfolge im Gespräch mit ihm uns einfach klargewesen war. Einmal du, einmal ich.

Ich blicke dich an. Du liegst neben mir, auf dem Rücken, und duselst immer noch. Es ist merkwürdig, dich so zu sehen, ganz weich und entspannt, nicht in Bewegung. Merkwürdig. Und schön.

Und ich schaue dein Gesicht an. Deine Hände, ruhig verschränkt. Dein Hemd ist wie immer ganz zugeknöpft. Im Hotel hättest du es sicher geöffnet.

Ich will dich nicht wecken. Jedenfalls noch nicht. Bis zum Abend müssen wir noch ein Stück weiterkommen, aber … Wenn du müde bist, solltest du dich ausruhen.

An meinen Sattel gelehnt, setze ich mich so hin, dass ich für uns beide wachbleiben kann.

Mit einem langen Ausatmen drehst du dich zu mir und schläfst weiter, ruhig, friedlich.

Ich schließe nochmal kurz die Augen. Und stelle mir vor, wie es wäre, dich beim Aufwachen wieder neben mir zu finden. Aber in einem Bett. Und nicht nur ein Mal.